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So startest du erfolgreich mit Intrinzen (Teil 1)

An diesem Blog-Artikel habe ich lange gearbeitet. Mental existiert er schon seit Monaten, aber bis ich es geschafft habe mein Gedanken und Eindrücke zu sortieren (und auch mit Kathy Sierra von Intrinzen abzustimmen), hat es ein Weilchen gedauert. Aber das Thema ist mir sehr wichtig, denn Intrinzen verbreitet sich erfreulicherweise stetig mehr; falls du dich hingegen fragst, was Intrinzen (oder Project Proprius) eigentlich ist, dann besuche am besten mal die Website von Intrinzen: 👉 www.intrinzen.horse
Mit der steigenden Verbreitung steigt aber auch die Zahl an „falschen“ Umsetzungen.

„Falsch“ ist deshalb unter Anführungszeichen gesetzt, weil Intrinzen keine konkreten Handlungsanweisungen gibt. Dieser Ansatz ist ganz anders als bei den meisten Reitlehren und Horsemanship-Systemen und durchaus gewöhnungsbedürftig. Der zugehörige Online-Kurs (Project Proprius) ist quasi eine riiiiiesige Wissensplattform, auf der wissenschaftliche Grundlagen, aktuelle Studien, Methoden und Forschungen zu den Gebieten Motivation und Funktionale Bewegung wundervoll aufbereitet werden. Aber: die Umsetzung dieses theoretischen Wissens in die Praxis ist jedem selbst überlassen. Natürlich gibt Intrinzen viele Ideen mit, aber keinerlei „Schritt-für-Schritt“-Anleitung, „Skala“ oder ähnliches. Vielmehr wird auf den Intellekt und die Kreativität jedes Einzelnen gesetzt – und das sind wir heutzutage oft nicht mehr gewohnt 😉

Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten und weiter machen

Daher ist das „Fehlerpotenzial“ beim Start mit Intrinzen durchaus sehr hoch. Meine eigene Intrinzen-Reise hat vor ca. 3 Jahren begonnen und in dieser Zeit habe ich mich sehr verändert. Ich habe dabei einige Irrwege eingeschlagen und wieder korrigiert – das ist ein toller Prozess! Sachen ausprobieren und danach wissen wie man es nicht mehr machen möchte, ist wichtig für unsere Entwicklung. Jeder soll seine eigenen Fehler machen dürfen; das ist meine feste Überzeugung.

Ich möchte mit diesem Artikel daher auch keine Anleitung oder Fehlerliste aufstellen. Und auch nicht schulmeistern 🤓. Aber ich möchte ein paar Gedankenanstöße mitgeben; ein paar Themen aufbringen, an die du vielleicht noch nicht gedacht hast. Denn insbesondere im letzten Jahr habe ich einige Leute bei ihrem Einstieg mit Intrinzen begleitet und dabei sind bestimmte Problemstellen gehäuft aufgetreten. „Fehler“ in dem Sinne, dass sie absolut gar nichts mit den Intrinzen-Mentalität zu tun haben; dass sie ungesunde Bewegungsmuster bei Pferden produziert haben; dass der emotionale Aspekt missachtet wurde und zu sehr sehr unglücklichen Pferden und gefährlichen Situationen geführt hat. Und dem möchte ich mit diesem Artikel entgegenwirken 💪

Falls du daher überlegst mit Intrinzen zu starten – oder bereits begonnen hast, aber irgendwo fest hängst –, dann kann ich dir mit diesem Artikel hoffentlich ein paar Ansätze geben, wie dein Start damit für dich und dein Pferd ein erfolgreicher Schritt auf eurem individuellen Weg ist 💞

Einen sehr guten Beitrag mit Erklärungen zur Intrinzen-Philosophie findest du übrigens auch hier im Blog-Artikel von Karolina von 360° Pferd!

1. Nimm an Project Proprius teil

Dieser Tipp klingt super banal, aber er ist einer der wichtigsten in meiner persönlichen Liste (wenn nicht sogar der wichtigste!).

„Project Proprius“ ist der Online-Kurs von Intrinzen. Der Kurs besteht aus mehr als 30 Stunden(!) Video-Material und etlichen E-Books und ist als Selbststudium aufgebaut. Das heißt: jeder Teilnehmer konsumiert die Inhalte für sich selbst in seinem individuellen Tempo, ohne externe Anleitung, ohne Live-Sessions, ohne Prüfungen. Es gibt einen eigenen geschützten Community-Bereich, in dem sich Teilnehmer untereinander austauschen können, Fragen beantwortet werden und Kathy selbst immer wieder Inhalte postet (z.B. Podcasts oder Web-Artikel).

(c) Photo credit to Kathy Sierra/Intrinzen

Project Proprius ist auf Englisch, aber meiner Meinung nach gut verständlich. Es gibt zwar teilweise Fachvokabular, das ich nachschlagen musste, aber das hätte ich auf Deutsch vielleicht auch müssen 😉
Außerdem gibt es eine äußerst hilfsbereite deutschsprachige Community, die sehr gerne mit Übersetzungen und bei Verständnisfragen aushilft.

Project Proprius ist eine geballte Ladung Wissen. Der Kurs ist voll von Forschung, Studien und Wissenschaft, allesamt wunderschön und einfach verständlich aufbereitet. Viele von diesen Inhalten kommen aus anderen Bereichen als der Pferdewelt und Intrinzen hat hier ein gutes Stück weit Pionierarbeit geleistet, indem diese isoliert verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse in einen gemeinsamen Kontext gebracht werden. Wie aber eingangs bereits beschrieben, obliegt es jedem einzelnen Teilnehmer wie er das Wissen in der Praxis anwendet. Aber auch hier hilft die Online-Community in Project Proprius sehr gerne aus, wenn man mal wo ansteht oder Input benötigt!

Weiters hast du auf das Online-Programm lebenslangen Zugriff, das heißt du kannst dir die Inhalte immer wieder ansehen oder Themen nachschlagen. Ich kenne keinen einzigen anderen Online-Kurs, der diese Garantie abgibt 😉

Und warum solltest du nun an Project Proprius teilnehmen?

Ganz einfach: es kursieren sehr viele wunderschöne Fotos und Videos von Intrinzen im Internet, die sehr beeindruckend sind und zum Nachmachen einladen. Aber diese ganzen „fancy“ Augenblicke sind nur eine Momentaufnahme und eigentlich nur ein Nebenprodukt der Intrinzen-Philosophie. Denn bei Intrinzen geht es nicht darum, spektakuläre Bilder zu produzieren; bei Intrinzen geht es darum, das Pferd aufzubauen und ihm dabei zu helfen, die beste Version seiner selbst zu sein.

Das Ziel ist ein Pferd, das sich in seinem eigenen Körper wohlfühlt und sich in diesem gerne und stolz präsentiert und sich unabhängig von uns Menschen gesund und sicher bewegt. Der Mensch wird dabei daher zur absoluten Nebensache. Und gerade dieser Aspekt ist es, der oftmals ganz schön schwierig für uns Menschen ist 🙃 Project Proprius gibt uns aber das nötige Rüstzeug, damit wir diesen Weg gehen können.

Und obwohl Intrinzen auch auf Instagram sehr viel von diesem Wissen in Form von Postings öffentlich zugänglich macht, ist aus meiner Sicht nur im Online-Kurs der größere Zusammenhang ersichtlich. Warum werden bestimmte Sachen angestrebt oder gewisse Methoden eingesetzt, was bewirkt das Training in der Neurochemie und warum ist das wichtig? Auch wenn das Training mit Intrinzen oft unkontrolliert, wild oder einfach nur nach „Herumblödeln“ aussieht, so ist es dennoch nie grundlos so. Es gibt ganz spezifische Gründe, warum spielerisches und imposantes Verhalten gefördert wird. Und Project Proprius vermittelt auch das nötige Wissen, damit dies in einem sicheren Rahmen gemacht werden kann.

Update August 2020:
Leider hat sich Kathy Sierra dazu entschlossen, Project Proprius nicht mehr zu öffnen. Das heißt: der Kurs kann leider nicht mehr gebucht werden 😲 für mich persönlich ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar und ich finde das unendlich schade.
Kathy hat stattdessen einen neuen Online-Kurs gelauncht, den sie alleine führt und der einige der Intrinzen-Prinzipien ebenfalls sehr gut erklärt. Also falls du zur Kategorie „Wissens-Nerd“ zählst, dann empfehle ich dir ihren Pantherflow-Kurs. Details dazu findest du unter https://www.pantherflow.com/.

2. Nutze die verfügbaren Wissensquellen gründlich

Wie schon im vorigen Abschnitt erklärt, baut Intrinzen massiv auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und stellt einiges von diesem Wissen auch außerhalb von Project Proprius zur Verfügung. Ich kann dir daher nur sehr ans Herz legen, dass du dich mit diesen Themen wirklich intensiv beschäftigst und dir nicht nur die hübschen Bilder dazu ansiehst oder dich von beeindruckenden Videos berieseln lasst.

Mache dir deine eigenen Gedanken, führe Recherchen durch und konsumiere die angebotenen Inhalte wirklich gründlich. Genau das macht den Unterschied zwischen Erfolg und Flop – wer lediglich versucht das gleiche optische Ergebnis zu erzielen, wird scheitern und riskiert die Gesundheit (sowohl physisch als auch psychisch) seines Pferdes ☝

Falls du daher mit Intrinzen starten möchtest, aber Project Proprius gerade nicht zur Anmeldung geöffnet ist, so solltest du zumindest die restlichen verfügbaren Ressourcen konsumieren. Und zwar, bevor du anfängst mit deinem Pferd zu experimentieren.

Folgende Quellen kann ich dir hierzu empfehlen:

Weiters gibt es mittlerweile auch einige Communities, sowohl im echten Leben als auch Online; einige davon habe ich weiter unten im Abschnitt „Tausche dich mit anderen Intrinzeneers aus“ aufgelistet.

3. Verwechsle Autonomie nicht mit Diktatur

Einer der wichtigsten Grundpfeiler von Intrinzen ist die Autonomie seitens des Pferdes. Gerade diese Autonomie wird aber sehr häufig missverstanden: viele Leute denken, dass Autonomie bedeutet, dass ihr Pferd die Herrschaft übernimmt. Bedingungslos. Daraus entstehen dann vielfache Probleme: Pferde, die nach ihren Menschen treten und beißen. Pferde, die sich losreißen oder ständig durchgehen. Menschen, die eindeutig unphysiologische Bewegungen ihrer Pferde verstärken, weil sich ihre Pferde sonst gar nicht mehr bewegen (oder aggressiv werden).

Stop! 🛑 All das hat aber nichts mit Autonomie zu tun. Denn Autonomie bedeutet schlicht „Selbstbestimmtheit“. Autonomie heißt, selbst bestimmen zu können, über die eigenen Aktionen. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit „beliebig“ oder „wahllos“, sondern im Gegenteil: Autonomie heißt, eine Wahl zu haben. Damit jemand eine Wahl hat, benötigt es daher verschiedene Optionen, aus denen gewählt werden kann. Und genau so ist der Begriff der Autonomie im Trainingskontext zu sehen: dem Trainierenden eine Auswahl zu bieten, aus der er frei wählen kann. Ohne negative Konsequenzen, ohne Bewertung der gewählten Option.

Autonomie in der menschlichen Bildungs- und Arbeitswelt

Dieses Prinzip wird beispielsweise auch in der Lern- und Leistungstheorie eingesetzt, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erhalten: der Lernende/Leistende kann aus einer Reihe von Themen wählen, die er bearbeiten möchte. Alleine durch diese Wahlmöglichkeit ist die Motivation zur Bearbeitung dieses Themas ungleich höher und das Ergebnis besser. Das interessante daran ist: der Lernende/Leistende kann zwar über den Inhalt bestimmen (in einem vordefinierten Rahmen), aber nicht ob er sich grundsätzlich damit beschäftigt. Autonomie heißt daher nicht, dass der Lernende/Leistende irgendetwas tun kann, aber sehr wohl dass er den Inhalt mitgestalten kann. Und alleine dadurch steigt bereits die Motivation (bzw. die Qualität der Motivation) zur Teilnahme an diesem Inhalt.

Autonomie im Pferdetraining

Was bedeutet dies nun für das Pferdetraining? Nun, es heißt eindeutig, dass dein Pferd keine Diktatur errichten soll. Sondern es heißt vielmehr, dass du deinem Pferd Wahlmöglichkeiten geben sollst. Beispielsweise die Wahl, ob dein Perd fressen oder spielen möchte. Ob dein Pferd lieber über die Stangen oder durch die Pylonengasse gehen mag. Oder auf die Matte. Ob dein Pferd Schritt gehen oder traben möchte. Wobei all das nicht heißt, dass du deinem Pferdchen keine Vorschläge machen kannst! Du kannst ihm andere Dinge anbieten oder selbst Aktivitäten vormachen. Und du kannst sehr wohl versuchen, die Entscheidung deines Pferdes zu beeinflussen – hier kommt der spannende Aspekt für dich als Trainer 🙂 denn die Kunst liegt darin, dein Pferd zu beeinflussen, aber ohne dass es sich dadurch in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt fühlt

Besonders wichtig daran ist jedoch, dass du die Entscheidungen deines Pferdes respektierst (sofern sie in einem gefahrlosen Rahmen liegen). Das heißt insbesondere, dass du ein „Nein“ akzeptierst. Beispielsweise wenn du laufen willst, aber dein Pferd eine Verschnaufpause einlegen möchte. Oder wenn du Crunches machen möchtest, dein Pferd aber lieber auf den Podest geht.

Einschränkung der Autonomie

Wenn du beginnst, deinem Pferd Autonomie zu gewähren, dann gibt es einen ganz ganz wichtigen Punkt, bevor du das tust: überlege dir, in welchen Situationen du deinem Pferd Autonomie geben kannst (oder willst) und in welchen nicht. Denn: Autonomie kann in unterschiedlichem Rahmen stattfinden. Es kann Situationen geben (z.B. beim freien Spiel auf der Weide), in denen du deinem equiden Partner 100%-ige Entscheidungsfreiheit geben kannst. Es kann aber andere Situationen geben (z.B. beim Spazierengehen oder Reiten im Gelände), bei denen das schlichtweg nicht möglich ist. Und das ist auch absolut okay! Dein Pferd kann damit gut umgehen, so lange du das nicht vermischt bzw. inkonsequent wirst. Das heißt, du solltest dir von Anfang an überlegen, in welchem Kontext du deinem Pferd wie viel Autonomie geben kannst/willst und solltest dann konsequent dabei bleiben.

So ein Kontext kann übrigens nicht nur eine bestimmte Örtlichkeit sein (Paddock, Weide, Reitplatz, Putzplatz, Gelände, …), sondern auch bestimmte Umgebungsvariablen. Beispielsweise: trägt dein Pferd ein Halfter oder nicht. Bist du mit deinem Pferd alleine oder in einer Gruppe unterwegs. Pferde können solche „Regeln“ sehr schnell erfassen und haben damit auch keinerlei Problem, so lange du konsequent bist.

Fazit: Autonomie heißt also nicht, dass du dich von deinem Pferd treten, beißen oder sonst wie in eine gefährliche Situation bringen lassen sollt. Du bist nach wie vor für die Sicherheit von euch beiden zuständig!
Autonomie heißt, dass du deinem Pferd gleichwertige Optionen bieten sollst, aus denen es (wertfrei) wählen kann. Und, dass du ein „Nein“ von deinem Pferd akzeptieren sollst, wenn keine akute Gefahr droht.


Intrinzen ist, was du daraus machst

Du merkst schon: ich könnte ewig über diese Themen schreiben 😉 denn es gibt dazu auch so viel zu sagen! Intrinzen hat mich (und ganz viele andere auch) unheimlich inspiriert und eine Tür in eine ganz neue Pferdewelt geöffnet. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen ersten Tipps ein paar Anreize geben, wie du mit Intrinzen beginnen kannst. Aber schlussendlich liegt es an dir, was du daraus machst. Intrinzen – bzw. Project Proprius – vermitteln dir vor allem ganz viel Wissen. Und: ein paar Grundsätze, die auf moderner Wissenschaft basieren. Aber wie du dieses Wissen einsetzt und diese Prinzipien umsetzt, liegt ausschließlich an dir selbst.

❓ Du denkst, dass das vielleicht zu schwierig ist? Dann sei gespannt auf 👉 Teil 2! Dieser folgt in Kürze und wird sich dann vor allem um Futterlob, Vernetzen mit anderen Intrinzeneers und das Mixen von Intrinzen mit anderen Methoden bzw. Ausbildungs- und Trainingsansätzen drehen.

Update: Teil 2 ist nun verfügbar 🥳 hier kannst du weiter lesen, wie du erfolgreich mit Intrinzen starten kannst!

2 comments

  1. Eva says:

    Leider wurde laut Homepage Project Proprius für immer geschlossen, sodass sich dein wichtigster Ratschlag nicht mehr umsetzen lässt. Gibt es auch andere Möglichkeiten, sich ausreichend über Intrinzen zu informieren und zu lernen?

    • Nathalie Kurz says:

      Hallo Eva!
      Danke für den Wink mit dem Zaunpfahl, ich habe den Artikel dahingehend soeben aktualisiert. Einen identen Ersatz gibt es leider nicht – eine gute Alternative ist allerdings der Kurs von Kathy Sierra auf ihrer Website https://www.pantherflow.com/
      Außerdem kann ich dir sehr den Austausch mit Gleichgesinnten empfehlen, sowohl online als auch „offline“. Online findest du eine große Community auf Instagram und Facebook und „offline“ haben sich mittlerweile sowohl in Deutschland als auch Österreich einige Stammtischrunden gebildet, bei denen sich Intrinzen-begeisterte Pferdemenschen austauschen und tlw. gemeinsam mit den Pferden trainieren. Außerdem gibt es auch einige Kurse mit Steinar Sigurbjörnsson, die kann ich dir aus persönlicher Erfahrung nur allerwärmstens empfehlen
      Aus welcher Gegend kommst du denn? Du kannst mir gerne auch eine E-Mail schreiben und ich kann schauen, ob ich in deiner Gegend jemanden kenne 🙂

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